Montag, 11. November 2013

Inter_culture: Prologue (DE-IT)

Interkulturalität


Als ich mir - in meinem Kopf – dachte, ein Blog zu erstellen und Posts zu schreiben, und zwar praktisch vor einem Jahr, hätte die Thematik der „Interkulturalität“ zentral sein sollen. Als ich dann verstand, dass es ganz utopisch war, in dem ich gerade und gleichzeitig ein Praktikum absolvierte, eine Masterarbeit schreiben und mittlerweile tausend Wörter übersetzen sollte, wurde mir klar, dass ich es am besten nur verschieben und versuchen sollte, wenn ich erstens mehr Inspiration gekriegt, zweitens mehr Zeit aber vor allem mehr Stoff gehabt hätte.

Sich mit dem Thema „Interkulturalität“ auseinanderzusetzen, ist nicht das einfachste Ding. Es gibt nämlich eine lange Reihe von damit verbundenen Begriffen, Theorien, Zitaten, wissenschaftlichen Studien, Zeitschriftsartikeln, Fernsehsendungen, Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten … Das alle konnte man aber in ganz wenigen Worten zusammenfassen: Wir sind gleichzeitig alle gleich und  unterschiedlich. 

Als ich meine Masterarbeit schrieb, habe ich oft andere Adjektive gefunden, die als bloße Synonyme von „Interkulturalität“ betrachtet werden. Man hörte regelmäßig das Wort „multikulturell“ und mit Bezug auf die Postcolonial Studies das Wort „cross-culture“. Es geht aber nicht um dasselbe. Wie ich dann weiter erforschen konnte, bezeichnet man mit „multikulturell“ eher etwas Statisches. Man beschreibt damit einen Zustand, eine Region, ein Land, einen historischen Zeitraum, der gleichzeitig durch das Zusammenleben verschiedener Kulturen geprägt  wird
Interkulturalität geht darüber hinaus, indem sie etwas Dynamisches bezeichnet. Interkulturalität kann schon eine Beschreibung von Gesellschaften, Bevölkerungen, Kulturen sein, aber sie impliziert auch eine Bewegung, einen Wandel. Es ist keine Statik, es ist ein Prozess. Interkulturalität impliziert ein Leben im „Dazwischen“, ein Oszillieren zwischen zwei oder mehreren Kulturen, ein Denken zwischen zwei verschiedenen Kulturen, das Schreiben, Handeln zwischen den Kulturen, das Essen, Trinken, die Freude, die Ärger, das Leben und Wohnen zwischen zwei Kulturen.

„Interkulturelles“ Denken und Handeln heißt, kein Zuschauer mehr zu sein, sondern ein Schauspieler zu werden und von zwei verschiedenen Kulturen abhängigen Entscheidungen zu treffen. In meinem Fall, zum Beispiel, schreibe ich gerade auf Deutsch und übersetze mich später ins Italienische. Für die The Ring (Bahn) Erzählungen habe ich das Gegenteil gemacht. Ein witzig kleines Beispiel von dem, was ein Leben zwischen den Kulturen mit sich bringt. Die Interkulturalität basiert auf den Austausch. Das Präfix „Inter“ bezeichnet nämlich ein „Zwischen“, ein „Between“. Wenn wir uns auf die Kultur sowie auf intellektuelle Merkmale eines Volks beziehen, einschließlich dessen Traditionen sowie geographische, historische, politische, moralische und literarische Ereignisse – als Merkmale, die den Charakter und das Benehmen des Einzelnen sowie der Gesellschaft, in der er lebt, bezeichnen – betont der Begriff der Interkulturalität in dieser globalisierten und gentrifizierten Welt daher auch den ständigen Lymbus des „Inzwischen“ eines Lebens zwischen den Kulturen.

Mein „Leben zwischen den Kulturen“ realisiert sich in diesem Moment zwischen der deutschen und der italienischen Kultur. Ihr Zusammenleben in mir ist gar nicht einfach: Manchmal fühlst du dich gut, manchmal würdest du alle zum Teufel schicken, vor allem wenn du dich korrekt nicht ausdrücken kannst, wenn du nicht korrekt einverstanden wirst oder wenn deinen Handlungen nicht Reaktionen entsprechen, die du dir abwartest. Andererseits wirkt das mal als so faszinierend, dass du einfach nie weg könntest und nur bleiben kannst.

Aus diesen Gründen wird die Serie Inter_culture von diesem Blog einige Merkmale der einen und der anderen Kultur wiedergeben, betrachtet sowohl von außen (aus der Perspektive des Ausländers) als auch von innen (aus der Perspektive des Ausländers, der sein eigenes Land beschreibt). Neutrale Beiträge werden natürlich nicht fehlen, sowie auch kreativere, im perfekten „The Ring (Bahn)-Stil“.

Viel Spass beim Lesen!


Interculturalità

Quando nella mia testa progettavo di aprire un blog, più o meno un anno fa, il tema dell’interculturalità avrebbe dovuto essere centrale. Quando poi mi resi conto che non potevo sopravvivere, nell’ordine, a tirocinio, tesi e traduzioni contemporaneamente, capii che forse era meglio rimandare e riprovarci quando ci sarebbe stata, in primo luogo, più ispirazione, in secondo luogo più tempo, ma soprattutto più materiale.

Parlare di “Interculturalità” non è la cosa più semplice del mondo. Esistono una miriade di concetti, teorie, citazioni, studi scientifici, articoli su riviste, tesi, raccolte… riassumibili in realtà in pochissime parole: siamo tutti uguali e diversi. 

Quando scrivevo la tesi, mi sono imbattuta in aggettivi, spesso assimilati allo stesso termine di “Interculturalità”, ma in realtà molto diversi tra di loro. Si sentiva spesso il termine “multiculturale” e, in relazione agli studi postcoloniali, il termine “cross-culture”. In realtà, si tratta di cose estremamente diverse. Come poi ho avuto modo di approfondire, “multiculturale” è per lo più riconducibile alla staticità. Con esso si cerca di descrivere uno stato, una regione, un periodo storico se vogliamo, popolato da persone di differenti culture. 

L’interculturalità è qualcosa di più dinamico. L’interculturalità è sì descrizione, dal momento che ci descrive società, popoli, culture, ma implica anche movimento, interazione. Non è staticità, è un processo. L’interculturalità implica uno stare “nel mezzo”, un oscillare tra due o più culture, pensare tra due culture diverse, scrivere, interagire tra due culture diverse, mangiare, bere, gioire, arrabbiarsi, vivere tra due culture diverse. 

Pensare e agire “interculturalmente” implica l’essere attore e non spettatore, così come prendere scelte in relazione a due culture diverse. Ad esempio, io in questo momento ho deciso di scrivere in tedesco e di tradurmi in italiano. Per i racconti di The Ring (Bahn) ho fatto invece il contrario. Un piccolo e infimo esempio di quello che implica “vivere tra due culture”. L’intercultura è fatta di scambi. Non a caso il prefisso “inter” implica un “tra”, un “between”. Se con “cultura” intendiamo caratteristiche intellettuali e non proprie di una civiltà, di un popolo in particolare, ivi comprese le proprie tradizioni, le proprie vicende geografiche, politiche, storiche, morali e letterarie, ovvero di caratteristiche che plasmano, per così dire, il carattere e il comportamento di una persona, rendendolo di fatto simile a delle altre che vivono e interagiscono con lui in un determinato spazio, l’ “intercultura” in questo mondo di globalizzazione e gentrification ne accentua il limbo costante in cui si è costretti a vivere quando ci si trova “nel mezzo”.

Il mio “vivere tra” si realizza in questo momento tra la cultura tedesca e quella italiana. Questa convivenza non è sempre semplice: delle volte stai bene, delle volte vorresti mandare tutti a quel paese. Soprattutto quando non riesci a esprimerti come vorresti, o quando non vieni recepito come dovresti, o quando semplicemente alle tue azioni non corrispondono le reazioni che vorresti. Dall’altra tutto questo può essere anche affascinante e colpirti dritto al cuore, tanto da farti “rimanere”.

Per questi motivi, la serie Inter_culture di questo blog tratterà alcune peculiarità dell’uno e dell’altro popolo, sia dall’esterno (dal punto di vista italiano o più neutralmente dello straniero) che dall’interno (dal punto di vista dello straniero che osserva i suoi connazionali). Non mancheranno interventi più neutrali, così come interventi più creativi, in perfetto stile The Ring (Bahn).

Buona lettura!
 

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